Costa Rica Zentrum


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Forschungsprojekte des Costa Rica Zentrums

Internationale Vergleichsstudie zu Inhalten und Organisation der universitären Lehrerbildung im Bereich der Sekundarstufe

Dieses Projekt wird in einer Forschungskooperation zwischen dem Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) sowie dem Costa Rica-Zentrum der Universität Osnabrück und dem Instituto de Investigación en Educación (INIE) an der Universidad de Costa Rica durchgeführt. Ziel ist der internationale Vergleich von Konzepten und Studienplänen der universitären Lehrerbildung für die Sekundarstufe. Neben Costa Rica und Deutschland sind an dem Projekt weitere Länder wie Finnland, Cuba und Korea beteiligt.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Lupita Chavez, Prof. Dr. Jacqueline García, Prof. Dr. Ingrid Kunze, Dr. phil. Susanne Müller-Using, Dr. phil. Yoshiro Nakamura

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad de Costa Rica: Instituto de Investigación en Educación (INIE) Universität Osnabrück: Costa Rica-Zentrum (CRZ), Institut für Erziehungswissenschaft (IfE), Zentrum für Lehrerbildung (ZLB)

Finanzierung: Universität Osnabrück, Universidad de Costa Rica: Instituto de Investigación en Educación (INIE)

Projektphase: Berichtsphase

Vom pädagogischen Wissen zum empathischen Handeln. Empathie und Werte-Bildung in Costa Rica und Deutschland - eine explorative Studie zum internationalen Vergleich von Konzepten der universitären LehrerInnenbildung.

Ziel des Projektes ist es, eine theoretische Analyse und Grundlegung zum Thema Empathie als pädagogischer Wert in (schulischen) Bildungsprozessen zu erarbeiten, durch den die individuellen Profile und Bedürfnisse von Kindern stärker in das Zentrum der professionellen pädagogischen Aufmerksamkeit und Wahrnehmung gelangen können. In einem empirischen Vergleich der grundständigen Lehrerbildung an der Universität Osnabrück sowie der Universidad de Costa Rica und der Universidad Nacional de Costa Rica werden Antworten auf die Frage gesucht, ob und wenn ja wie, sogenannte Soft-Skills wie die Empathie in der universitären Lehre vermittelbar sind und in der Lehrerbildung thematisiert werden können. Untersucht wird, ob bzw. wie angehende Lehrkräfte dadurch selbst für die Vermittlung solcher Wissensbestände in der Schule sensibilisiert werden. Daraus kann dann wertvolles Know-How für die Reform der Lehrerbildung im deutschen Kontext adaptiert und vorhandenes Wissen allgemein gesichert werden.

Beteiligte Personen: Dr. phil. Susanne Müller-Using, Prof. Dr. Ileana Vargas, Prof. Dr. Lupita Chavez

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad de Costa Rica: Instituto de Investigación en Educación (INIE) Universidad Nacional de Costa Rica: Centro de Investigación y Docencia en Educación (CIDE) Universität Osnabrück: Costa Rica-Zentrum (CRZ)

Finanzierung: Universität Osnabrück, Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur

Projektphase: Berichtsphase

Pro-Kopf Einkommen Costa Ricas und Zentralamerikas im historischen Vergleich

Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Instituto de Investigaciones en Ciencias Económicas durchgeführt. Ziel ist es einen historischen Datensatz des Pro-Kopf Einkommens in Zentralamerika zu untersuchen. Dabei stehen zwei Fragen im Vordergrund: (i) konvergieren die Pro-Kopf Einkommen in Zentralamerika langfristig und (ii) sind sich die Konjunkturzyklen im Laufe der letzten Jahrzehnte ähnlicher geworden. Zur Beantwortung dieser Fragen werden neuere Methoden der Zeitreihenanalyse angewandt. Der Datensatz beinhaltet neben Costa Rica, auch die Pro-Kopf Einkommen von Panama, Nicaragua, Honduras, Guatemala, Mexiko und – als Vergleichsmaßstab - die USA in der Periode von 1920 bis 2013.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Max Soto (UCR), Prof. José Cordero (UCR), Prof. Frank Westermann, Ph.D. (UOS) und Katharina Mersmann (UOS)

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad de Costa Rica: Instituto de Investigaciones en Ciencias Economicas (IICE) Universität Osnabrück: Costa Rica Zentrum (CRZ), Institut für Empirische Wirtschaftsforschung (Fachbereich 9).

Finanzierung: Universität Osnabrück, Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur

Projektphase: Datenerhebung/ Auswertung der Daten

Kulturelle Konzeptionen von Bindung in Costa Rica

Die Bindungstheorie ist eine der einflussreichsten Theorien in der Entwicklungspsychologie. Basierend auf den grundlegenden konzeptionellen Arbeiten des englischen Psychiaters John Bowlby postuliert die Bindungstheorie ein evolutionär begründetes Bedürfnis nach Bindung zu einer festen Bezugsperson, das im ersten Lebensjahr erworben wird und dann als Organisator der weiteren Entwicklung betrachtet wird. Sowohl die Definition von Bindung als auch die Annahmen zur Ontogenese der Bindungsqualität werden als universell begriffen. Aus evolutionärer, kulturpsychologischer und kulturanthropologischer Perspektive sind an der Universalitätsannahme zunehmend Zweifel geäußert worden. Dabei wird die Universalität des Bindungsmotivs nicht infrage gestellt, die Definition von Bindung und die Ontogenese müssen allerdings an die jeweiligen kulturellen Kontexte angepasst sein und daher notwendigerweise variieren. Mit diesem Kooperationsprojekt mit Professor Mariano Rosabal-Coto von der Universidad de Costa Rica soll ein Beitrag zur empirischen Basis kulturspezifischer Bindungskonzeptionen gelegt werden. Aufgrund der kulturellen Vielfalt der costa-ricanischen Bevölkerung bietet sich hier ein idealer Untersuchungsort. Es ist geplant, vier Gruppen von Familien mit einem Kind im ersten Lebensjahr zu untersuchen: städtische Mittelschichtfamilien eurohispanischer Herkunft, afrokaribische Familien, indigene Familien und niedrig formal gebildete Familien aus einem ländlichen Gebiet. Dabei kommen sowohl quantitative als auch qualitative Verfahren zur Anwendung.

Beteiligte Personen: Prof. Dr. i.R. Heidi Keller, Prof. Dr. Mariano Rosabal-Coto

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad de Costa Rica, Instituto de Investigaciones de Psicología; Universität Osnabrück, Institut für Psychologie, Costa Rica Zentrum

Finanzierung: Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur

Projektphase: Planung der Umsetzung

Regionale Literaturen Zentralamerikas

Das Projekt untersucht die bislang wenig berücksichtigten Regionalliteraturen Zentralamerikas, wobei ein Schwerpunkt auf der Narrativik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts liegt. Im Mittelpunkt des Erkenntnisinteresses steht die Erforschung kultureller Diversität in ihrem Zusammenhang mit der Ausbildung nationaler Identitätsdiskurse. 

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Werner Mackenbach, Prof. Dr. Francisco Rodriguez Cascante, Prof. Dr. Susanne Schlünder, Prof. Dr. Magdalena Vázquez Vargas

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad de Costa Rica: CIDICER, Cátedra Wilhelm y Alexánder von Humboldt en Humanidades y Ciencias Sociales; Universität Osnabrück: Institut für Romanistik/ Latinistik

Finanzierung: Universidad de Costa Rica: CIDICER (Centro de Investigaciones sobre Diversidad Cultural y Estudios Regionales), Universität Osnabrück

Projektphase: Antragstellung

Neueste Lyrik aus Lateinamerika und der Karibik (latinale.academica)

Zusammen mit einer studentischen Lehr-Forschungsgruppe  (latinale.academica), die an das Poesiefestival Latinale geknüpft ist (http://latinale.blogsport.eu/), werden die neuesten poetischen Schreibweisen Lateinamerikas und der Karibik erforscht. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Costa Rica, u.a. auf der Dichtung von Luis Chaves, der im Oktober 2015 im Rahmen der Latinale an der Universität Osnabrück gastieren konnte (in Zusammenarbeit mit dem Literaturbüro Westniedersachsen).

Beteiligte Personen: Dr. Rike Bolte, Forschungsgruppe latinale.academica an der Universität Osnabrück (Andre Beyer-Lindenschmidt, Katja Brama, Alisa Farthmann und Philip Hillebrandt),  Dr. Luis Alberto Arellano (Universidad de Querétaro),  Ethel Barja (Brown University)

Beteiligte Kooperationspartner: Festival de la Palabra und Universidad de Puerto Rico (Río Piedras) (angefragt)

Finanzierung: Universität Osnabrück

Projektphase: im Aufbau

Konzeptentwicklung für eine Palliativ- und Hospizversorgung in der stationären Langzeitpflege in Costa Rica

Die Situation sterbender Menschen stellt aufgrund der zunehmend verkürzten Aufenthaltsdauer und des steigenden Aufnahmealters der Bewohner mit teils schweren Erkrankungen eine wachsende Herausforderung für Pflegeheime in Costa Rica dar. Ziel des Projekts ist es, durch ein methodenintegratives Vorgehen, empirisch fundierte Aussagen zum Bedarf an allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung in Pflegeheimen Costa Ricas zu treffen sowie notwendige Struktur- und Prozessveränderungen für die gelingende Integration einer hochwertigen palliativen Versorgungskultur zu identifizieren. Auf Grundlage der empirischen Daten wird ein Entwicklungskonzept erarbeitet, das einen detaillierten Katalog der zu ergreifenden strukturellen und qualifizierenden Maßnahmen für eine differenzierte Weiterentwicklung des bestehenden Versorgungsangebots enthält. 

Beteiligte Personen: Prof. Dr. Hartmut Remmers, Dr. Carlos Acuña Aguilar, Manuel Zimansky

Beteiligte Kooperationspartner: Universidad Santa Paula

Finanzierung: Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur

Projektphase: Antragsphase